JYRKI KIISKINEN (b. 1963) worked as editor in chief in the Nuori Voima literary magazine in 1991-1994 and Books from Finland in 1995-2000. He is one of the most important literary figures of his generation. He has published five collections of poems, three novels and three children’s books. He was awarded the Eino Leino Prize in 1992, Kalevi Jäntti Prize in 1994 and Yleisradio’s (the equivalent of the BBC) Tanssiva Karhu (Dancing Bear) Prize in 2000.
Dreizehn Stimmen spielen in meinem Kopf. Die Hochspannungsleitungen sirren im Wind, die Felder in der Dunkelheit schwanken gelb.
Ein Gedanke. Ein Glas. Zerbricht. Die Wörter werden wild und beißen einander. Ich habe es gehört. Die Stimmen kämpfen um Lebensraum und die Reden hören auch nachts nicht auf. Aber ist denn jetzt Nacht? Oder ist diese Dunkelheit eine Art Zeitalter?
Die gelben Vögel fressen die Dunkelheit. Sie zappeln in der Luft und verschlingen den gesamten Tod. Sie werden satt. Es ist so still und so gut.
Die großen Blumen öffnen im Herzen das Geschnatter der Sprachen. Im Radio eine tiefe Stimme. Wünscht dröhnend ein gutes neues Jahr. Es ist das Mittelalter. Es ist die Zaubernacht. Der Schnee knirscht und die Sterne pfeifen schriller als das angelassene Radio.