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Jahr für Jahr frisst eine schlechte und staubige Lampe mein Augenlicht, mein Herzgrundstück ist wüst und wehrlos. Der Schmerz kommt in kleinen Wellen, nur ein Gesunder kann derart krank sein. Die anderen sterben bloss, standig wird einer begraben, gewaschen und gesegnet und mit stummen Füssen zeigen die Toten uns die Zeit der Sterne an. In der Poesie hat die Geschichte denselben Auftrag wie der Rahmen beim Gemälde: zu schaun, dass die Wolken nicht fliehen oder der Bergrat von der Wand treppab zur Strasse rollt. Komisch, dass die Irren nicht noch irrer sind, blosser Zufall, wenn’s einem erspart bleibt in die Windung des Irrsinns zu stürzen, in die weite Welt eines weiten Kopfs, in eine ewigliche Wollmütze. Ich kenne einen Mann mit zerfleddertem Bart und freundlichem Lächeln. Er verkauft seine Gedichte, immer eines auf einmal, ich hätte eines erstanden, aber es war schon verkauft. Gleich nach der Geburt verkauft er sie, er vögelt weder Zug noch Kellnerin, weder Bahnhöfe noch Bahnhofszwischenräume. Er weiss, dass fast blind ein klappriger Körper dem Schmerz entblösst wird, wie von Laub verdecktes Land.
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